Qigong

Kampfkunst und Qigong – wie passt das zusammen?

Auf den ersten Blick haben asiatische Kampfkunst und Qigong wenig gemeinsam. Während es bei den verschiedenen Kampfkünsten wie Iaido oder Kendo darum geht flüssige Bewegungsabläufe mit dem Schwert zu meistern, konzentriert sich Qigong eher auf Körperhaltungen, Atemtechniken und meditative Konzentration. Sieht man nun aber etwas genauer hin, so wird man feststellen, dass das „Qi“ (im japanischem „Ki“) in beidem eine zentrale Rolle spielt. Dabei handelt es sich in der chinesischen und auch japanischen Denkweise um die Energie, die die Vitalität des menschlichen Körpers ausmacht. In der Kampfkunst nutzt man diese Energie um im Kampf auf den Gegner einzuwirken, wohingegen in der chinesischen Medizin das starke und frei fließende Qi wichtig für die Gesundheit des menschlichen Organismus ist.

In den Ursprüngen der Kampfkunst in Asien war das Wissen um die Gesundheit des menschlichen Körpers wichtig, wobei diese Gesunderhaltung und Stärkung der Lebenskräfte bereits in den Urformen des Qigong auftraten und das erlernte Wissen über Generationen von Meister zu Schüler weitergegeben wurde. Neben Qigong fanden auch Massagetechniken oder die Akupunktur in der Kampfkunst ihren Platz.

Qigong im TuS Geretsried

Qigong gehört zu einer der fünf Therapiesäulen in der chinesischen Medizin und bedeutet soviel wie „Arbeit am Qi“. Mit Qi ist in diesem Zusammenhang das gesamte energetische Potential des Menschen oder seine „Lebensenergie“ gemeint, welche die Grundvoraussetzung allen Lebens ist. Ziel ist es einen ungehinderten Fluss des Qi zu erreichen, um in einem optimalen Gleichgewicht zwischen yin und yang – also zwischen Fülle und Leere – zu bleiben und somit zu einer gesunden körperlichen, geistigen und seelischen Verfassung zu gelangen. Wegen seinen langsamen, meditativen Haltungen und Bewegungsabläufen ist Qigong deswegen mehr den medizinischen Therapien als den Kampfkünsten zuzuordnen. Der Schwerpunkt unserer Qigong-Übungen liegt deshalb in der Gesundheitsförderung. Wir gehen jedoch immer auch auf Schnittstellen zur Kampfkunst ein.

Ansprechpartner: Frau Dr. Pamela Aidelsburger befindet sich in der Ausbildung zur Qigong- Lehrerin in der Internationalen Gesellschaft für chinesische Medizin.

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