Karatedo

Traditionelles Karate – Karatedo Doshinkan

Karate als Kampfsport

Karate wird in unserer Gesellschaft oft als Kampfsport betrieben, der darauf abzielt, im Wettkampf Punkte zu sammeln oder mit der Handkante Bretter und Ziegelsteine zu zerschlagen. Dies hat jedoch mit der ursprünglichen Form und Zielsetzung nichts zu tun und führt zu einem völlig falschen Verständnis von Karatedo.

Traditionelles Karatedo

Traditionelles Karatedo in seiner heutigen Form entstand auf Okinawa und ist das Ergebnis einer Verschmelzung der einheimischen Kunst des Te (Hand) und der chinesischen Kampfkunst Chua-fa (Kung-fu).  Es ist nur dann möglich, Karatedo ernsthaft zu üben, wenn man die geistigen Hintergründe der Kampfkünste, wie sie in den traditionellen Kata enthalten sind, berücksichtigt. Demzufolge konzentriert sich das traditionelle Karatedo nach wie vor auf die klassische Kata.

Die Kata ist eine Sequenz aus Grundstellungen, Schritten und Abwehrtechniken, die durch Drehungen, Ausweichschritte, kombinierte Angriffe und Verteidigungen sowie Hebel, Würfe und Finten miteinander verbunden sind. Jede Kata hat einen eigenen Namen und wird nach einem streng festgelegten Muster ausgeführt. In ihr werden die jahrhundertealten Techniken mit ihren vielfältigen Inhalten und Möglichkeiten überliefert. Durch das Üben der klassischen Kata hat der Schüler die Möglichkeit, jede erdenkliche Angriffssituation und deren Abwehr beliebig oft durchzuspielen und dadurch fest im Unterbewusstsein zu verankern.

Karatedo Doshinkan

KARATEDO DOSHINKAN ist eine Form des traditionellen Karatedo, die von Hanshi, 10. Dan Isao Ichikawa 1966 in Wien gegründet wurde. Isao Ichikawa war der letzte innere Schüler von Kanken Toyama (1888 – 1966) der seinerseits als innerer Schüler von Anko Itosu die traditionelle Form des Okinawa Karatedo weitergeführt hat. Im Karatedo Doshinkan werden neben den „typischen“ Karate Techniken wie Blocktechniken, Schläge, Stöße und Tritte auch Hebel- und Wurftechniken geübt.

Wir trainieren auch Kobudo. Kobudo ist das Üben mit sogenannten Bauernwaffen, das sind aus Gegenständen des täglichen Gebrauchs abgeleitete Geräte, die höchst effektiv zur Selbstverteidigung eingesetzt werden. Dazu gehören Bo, Tonfa, Sai, Kama, etc.

Darüber hinaus lernt der Schüler in einer geistigen Ausbildung, dass es immer am besten ist, nicht zu kämpfen. Ein guter Karateka wird niemals als erster angreifen, sondern immer versuchen Situationen zu vermeiden, in denen er seine Kunst anwenden muss.

Karatedo ist für alle Altersgruppen geeignet und kann bis ins hohe Alter trainiert werden. Es sind keine besonderen Voraussetzungen erforderlich. Ein Einstieg ist jederzeit möglich.

Trainer und Ansprechpartner: Johannes Schlandt, Shihan 7. Dan